Antike Fotos richtig lagern und konservieren

Antikes Foto

Sammlungen antiker Fotos zu erstellen ist nicht nur ein schönes und spannendes Hobby. Mit Ihrer Fotosammlung bewahren Sie auch ein Stück Menschheitsgeschichte, Erinnerungen an längst vergangene Zeiten, an wichtige historische Ereignisse und an Menschen, die vielleicht schon seit Jahrzehnten nicht mehr leben. Welche Fotos Sie sammeln bleibt natürlich ganz Ihnen überlassen. Vielleicht möchten Sie mit Ihrer Sammlung Ihre Familiengeschichte dokumentieren, Fotos berühmter Persönlichkeiten, historischer Ereignisse oder außergewöhnlicher Orte für die Nachwelt erhalten oder auch einfach nur Bilder besitzen, die Ihnen persönlich gefallen. Damit Sie so lange wie nur möglich Freude an Ihren antiken Fotos haben, ist es wichtig, diese zu konservieren und richtig zu lagern. Wie das geht und worauf Sie außerdem achten sollten, wenn Sie mit antiken Fotos zu tun haben, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Antike Fotos mit Vorsicht behandeln

Ein vorsichtiger Umgang ist das A und O, wenn es darum geht, die Qualität antiker Fotos zu erhalten. Das bedeutet unter anderem, dass Sie die bei Fotografien möglichst nicht die Bildseite berühren.

Nehmen Sie die Bilder von unten her auf und fassen Sie sie nur an ihren Kanten. Empfehlenswert ist es, beim Umgang mit antiken Fotos leichte Baumwollhandschuhe zu tragen. So können Sie sicherstellen, dass Sie keine Fingerabdrücke auf den Bildern hinterlassen und so womöglich zu einer schnelleren Alterung der Fotografie beitragen.

Bei besonders alten und schwereren Fotografien gilt außerdem zu berücksichtigen, dass diese leichter brechen können. Daher sollten Sie Ihre antiken Bilder immer auf einen ebenen und sauberen Untergrund legen, wenn Sie mit ihnen arbeiten – etwa bei der Katalogisierung.

Antike Fotos sorgfältig katalogisieren

Im Fokus jeder Fotosammlung sollte nicht deren Wert, sondern die Faszination für jene Fotografien stehen. Dennoch lohnt es sich, jedes einzelne antike Foto zu katalogisieren. Einerseits, um den Überblick zu behalten, andererseits, um die Informationen, die Sie zu der Fotografie bereits haben, für die Nachwelt zu dokumentieren.

Alles, was Sie für die Katalogisierung benötigen ist ein geeigneter Ordner oder ein dickes Notizbuch. Legen Sie zunächst ein Inhaltsverzeichnis an und nehmen Sie sich anschließend ein Foto nach dem anderen vor. Sofern Sie die Möglichkeit haben und es die Fotografien zulassen, kann es sinnvoll sein, die Bilder zu kopieren. Diese Kopien dienen ebenfalls der Dokumentation sowie der Zuordnung von Foto und Beschreibung.

Schreiben Sie nun geordnet auf, welche Informationen sie zu dem jeweiligen Bild bereits haben. Möglicherweise wurden das Aufnahmejahr und die Namen der abgebildeten Personen beziehungsweise der Name des abgebildeten Ortes schon früher auf die Rückseite der Fotografie geschrieben – übernehmen Sie all diese Daten.

Möglicherweise wissen Sie aber noch viel mehr zu dem Bild. Ist Ihnen bekannt, wie alt die abgebildeten Personen zum Zeitpunkt der Aufnahme waren? Dokumentiert das Bild ein historisches Ereignis oder markiert es einen wichtigen Abschnitt im Leben der abgebildeten Person? Gibt es eine Verbindung zwischen Ihnen und den abgebildeten Menschen beziehungsweise dem abgebildeten Ort? Versuchen Sie, alles, was Ihnen zu der Fotografie einfällt, zu dokumentieren – verzichten Sie jedoch auf Spekulationen sowie auf Informationen, deren Wahrheitsgehalt Sie nicht eindeutig kennen.

Nachdem Sie eine Fotografie vollständig katalogisiert haben, tragen Sie diese in das Inhaltsverzeichnis ein – so finden Sie es später schneller wieder.

Gerade bei antiken Fotos sollten Sie unbedingt darauf verzichten, direkt auf die Bildrückseite zu schreiben. Dies kann im schlimmsten Fall nicht nur die Fotografie beschädigen, sondern auch eine Wertminderung darstellen.

Antike Fotos konservieren

Antike Fotos konservieren

Mit Konservierung ist natürlich nicht gemeint, dass Sie Ihre antiken Fotos in etwaigen chemischen Lösungen aufbewahren sollten. Vielmehr geht es darum, welche Faktoren es zu vermeiden gilt, um den Alterungsprozess der Fotografien nicht weiter voranschreiten zu lassen.

Der wohl wichtigste Punkt ist hier, die Bilder niemals direkter Sonneneinstrahlung auszusetzen. Während der Katalogisierung etwa sollten Sie die Rollläden am besten unten lassen und stattdessen das Licht einschalten. Möchten Sie Ihre antiken Fotos ausstellen, sollte dies hinter einer UV-Schutzscheibe geschehen.

Einige chemische und vor allem säurehaltige Substanzen können den Bildern schaden. Dies bedeutet unter anderem auch, dass die Archivierung sowie die etwaige Ausstellung der Fotografien ausschließlich in Räumen stattfinden sollte, in denen sich weder Lösungsmittel noch Farben befinden.

Antike Fotos richtig lagern

Was den Aufbewahrungsort Ihrer antiken Fotografien anbelangt, wissen Sie bereits, dass UV-Strahlung sowie chemische und säurehaltige Substanzen so weit wie möglich ferngehalten werden sollten. Doch hinsichtlich der Lagerung gibt es noch einige andere Aspekte zu berücksichtigen.

Die Aufbewahrung von antiken Fotografien in Fotoalben sollte möglichst vermieden werden – insbesondere in magnetischen beziehungsweise selbstklebenden Alben. Der Karton, der in diesen Alben eingesetzt wird, ist meist säurehaltig und kann das Fotopapier beschädigen. Dasselbe gilt auch für den Klebstoff, der darüber hinaus auf der Rückseite der Fotografien haften bleibt und dadurch zu weiteren Schäden sowie zu einem Ablösen möglicher, auf die Rückseite geschriebener Informationen führen kann.

In anderen Alben müssen Sie die Fotografien etwas aufwändiger befestigen. Hier sollten Sie unbedingt beachten, dass Klebeband und Kleber, Heftklammern und Büroklammern sowie Gummibänder Beschädigungen erzeugen können und auf einen säurefreien Spezial-Fotoklebstoff setzen. Da Papier und Karton Fotos ebenfalls beschädigen können, sollten Sie beim Kauf eines Albums eines mit der Bezeichnung „säurefrei“ wählen.

Eine bessere, dafür aber auch aufwändigere Möglichkeit zur Lagerung antiker Fotos ist das sogenannte Framing. Hier sollten Sie säurefreie Matten einsetzen, die dafür sorgen, dass die Fotografien weder das Glas noch die Backboards berühren. Bei dem Glas sollte es sich, wie bereits erwähnt, um eine UV-Schutzscheibe handeln.

Empfohlen wird meist dennoch eine andere Form der Aufbewahrung: die Lagerung in einer Archivbox. Hier sollte eine pH-neutral konstruierte Archivbox verwendet werden. Die einzelnen Fotografien sollten sich allerdings nicht berühren, weshalb Sie säurefreies Seiden- oder Kristallpapier zwischen die Bilder legen sollten.

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