Gold, Silber, Kupfer, Messing – so pflegen Sie Ihre Schätze!

Gold, Silber, Kupfer, Messing, Schmuck

Dekorative Gegenstände, Schmuckstücke und Armaturen aus Edel- und Übergangsmetallen sowie Legierungen benötigen spezielle Pflege, um ihre Ausstrahlung und ansprechendes Aussehen über Jahre hinweg beizubehalten. Worauf Sie bei der Pflege von goldenen und silbernen Gegenständen sowie von Objekten aus Kupfer und Messing achten sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Gold

Zur Pflege und Reinigung von Gegenständen aus massivem Gold gibt es verschiedene Möglichkeiten. Um Verschmutzungen präventiv zu vermeiden, lohnt es sich, Gold regelmäßig zu polieren. Ideal dafür ist der Einsatz eines Baumwolltuchs oder eines speziellen Tuchs aus dem Schmuckgeschäft, das mit einer Lösung versehen ist, die dem Edelmetall Glanz und einen gewissen Schutz verleiht.

Gold zu Hause reinigen

Bei bestehenden Verunreinigungen kann sich die Reinigung etwas aufwändiger gestalten. Gerne werden hier verschiedene Hausmittel empfohlen, allen voran Zitronensäure, Backpulver, Zigarettenasche und sogar helles Bier. Um die Oberfläche möglichst nicht zu beschädigen, lohnt sich allerdings der Einsatz professioneller Mittel, die speziell für die Reinigung von Gold entwickelt worden sind.

Gold zu Hause reinigen

Zu diesen professionellen Mitteln zählen spezielle Lösungsmittel, die ausschließlich für die Reinigung von Gold geeignet sind und Rückstände von Schweiz und Schmutz, die sich auf der glänzenden Oberfläche festgesetzt haben, entfernen.

Eine andere sinnvolle Reinigungsmethode ist der Einsatz eines Ultraschallreinigers. Einen solchen können Sie selbst erwerben. Alternativ können Sie meist aber auch einen Juwelier aufsuchen, der die Reinigung in einem solchen Gerät dann für Sie übernimmt. Ultraschallgeräte bergen jedoch eine gewisse Einschränkung. Sie sind nicht für große Objekte geeignet, so stellen sie lediglich für kleine Goldgegenstände sowie für Goldschmuck eine geeignete Reinigungsmethode dar.

Gold reinigen lassen

Bringen Sie Ihr Gold zur Reinigung zum Juwelier, erhalten Sie normalerweise ein glänzendes und vollständig gereinigtes Objekt zurück. Der Juwelier reinigt das Gold normalerweise nicht nur mithilfe eines Ultraschallreinigers, sondern entfernt mithilfe geeigneter Mittel auch starke Verschmutzungen, die Sie zu Hause nicht hätten entfernen können.

Gold mit Edelsteinen reinigen

Der Gang zum Juwelier ist besonders sinnvoll, wenn Ihr goldener Gegenstand – dabei handelt es sich in diesem Fall häufig um Schmuck – mit Edelsteinen verziert ist. Die Steine sind oft sehr empfindlich und können sich schlimmstenfalls lösen. Deshalb sollten Sie bei der Reinigung zu Hause besonders sanft vorgehen. Einige Edelsteine vertragen die üblichen chemischen Reinigungsmittel für Gold nicht und können durch deren Nutzung beschädigt werden. Lediglich Saphire, Rubine und Diamanten gelten als sehr widerstandsfähig. Auf Hausmittel sollten Sie bei der Reinigung solcher Objekte möglichst vollständig verzichten.

Vergoldete Oberflächen reinigen

Vergoldete Oberflächen oder Schmuckstücke sollten Sie regelmäßig mit klarem, warmen (nicht heißem!) Wasser reinigen. Kleine Objekte können auch für einen gewissen Zeitraum im Wasserbad verbleiben. Wichtig ist in jedem Fall aber, das vergoldete Stück im Anschluss mit einem weichen Baumwolltuch gründlich, aber vorsichtig, abzutrocknen. Nutzen Sie hier niemals Mikrofaser- oder Poliertücher. Diese können Kratzer verursachen und die Beschichtung nach und nach abtragen. Auch Polituren und Reinigungsmittel sollten möglichst vermieden werden.

Silber

Tafelsilber

Anders als Gold kann Silber einen unerwünschten Farbton annehmen, indem es anläuft. Um ein Anlaufen präventiv zu vermeiden, ist es sinnvoll, Silber bei einer Luftfeuchtigkeit von 45 bis 50 Prozent aufzubewahren. Das bedeutet, dass Sie Ihre silbernen Schätze idealerweise von Bädern, Dachböden und Kellern fernhalten.

Damit das Silber durch seinen Glanz bezaubern kann, sollten Sie es regelmäßig mit einem sauberen Baumwolltuch oder mit einer Bürste mit weichen Borsten abstauben. Staub legt sich nicht nur auf das Edelmetall, sondern kann wie ein Schleifmittel dafür sorgen, dass die silberne Oberfläche zerkratzt, sobald sie im nächsten Schritt der Reinigung eine Reinigungslösung auftragen.

Zur eigentlichen Reinigung sollten Sie Plastikhandschuhe tragen. Handschuhe aus Gummi können einen nachteiligen Effekt auf das Edelmetall haben. Platzieren Sie das Silberobjekt nun auf einem sauberen, weichen Handtuch. Nun benötigen Sie ein weiteres weiches Baumwollhandtuch oder einen Schwamm sowie einen geeigneten Silberreiniger beziehungsweise eine geeignete Silberpolitur.

Die Politur wird in leichten, kreisenden Bewegungen auf das Silber aufgetragen. Auf schwer zu erreichende Stellen können Sie den Reiniger mit einem Wattestäbchen auftragen. Polieren Sie das silberne Stück so lange, bis es sauber und glänzend aussieht.

Anschließend wird das Objekt aus Silber mit klarem Wasser abgewaschen und mit einem sauberen Tuch abgetrocknet. Sofern das Silber nicht für den Verzehr von Lebensmitteln genutzt wird, können Sie im Anschluss eine dünne Schicht mikrokristallinem Wachs auftragen – so wird es vor einem weiteren Anlaufen geschützt.

Alternativ können Sie natürlich auch ihre Silberobjekte zum Juwelier bringen, der sich dann um eine ausgiebige und sanfte Reinigung des Edelmetalls bemüht.

Kupfer

Geht es um die Reinigung von Kupfer, ist es für Sie wichtig zu wissen, ob der Gegenstand über eine Lackierung verfügt, die der Oxidation und damit der Bildung einer Kupferoxidschicht vorbeugen soll. Auch sollten Sie sich überlegen, ob der Grünspan nicht sogar einen gewissen optischen Reiz ausübt oder als Schutzschicht sogar einen sinnvollen Nutzen bietet.

Möchten Sie die Kupferoxidschicht dennoch entfernen, sollten Sie Abstand zu Scheuermitteln und -schwämmen sowie zu Stahlwolle nehmen. Sie alle zerkratzen die Oberfläche. Beim Einsatz von Stahlwolle kann sogar Kontaktkorrosion die Folge sein.

Nehmen Sie stattdessen ein sehr feines Schleifpapier oder Nassschleifpapier mit einer Körnung über 1000 zur Hand. Weiterhin benötigen Sie eine geeignete Politurpaste – normalerweise gibt es einen Herstellerhinweis, der darauf eingeht, ob die Politur für Kupfer geeignet ist.

Verfügt das Kupfer über eine Beschichtung, müssen Sie ein anderes Vorgehen wählen. Je nach Beschichtung gibt es andere Empfehlungen. Meist genügt jedoch der Einsatz eines Baumwollhandtuchs und klarem Wasser.

Messing

Lampen, Besteck, Vasen und Armaturen aus Messing haben einen ganz besonderen Reiz. Da die Kupferlegierung anlaufen kann, sollten Sie allerdings wissen, wie Sie Messing schonend, aber gründlich, reinigen können.

Kupfer, Messing, Vasen

Zunächst ist es wichtig herauszufinden, ob das Messing auch tatsächlich Messing ist oder ob es sich lediglich um einen Gegenstand in Messing-Optik handelt. Legen Sie dafür einen Magneten auf das Objekt. Bleibt er nicht haften, handelt es sich in der Regel um Messing.

Zur Vorbeugung von Verfärbungen ist ein regelmäßiges Polieren des Messings sinnvoll. Dafür kommt eine speziell für Messing geeignete Politur zum Einsatz. Diese wird gemäß der Herstellerempfehlung auf ein weiches Tuch aufgetragen. Nun waschen Sie das Messing mithilfe eines sauberen, weichen Tuchs und Seifenwasser, spülen Sie mit klarem Wasser nach und trocknen Sie die Kupferlegierung sanft ab. Erst im Anschluss daran wird mit der Politur begonnen.

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