Korallen: ein Klassiker setzt ganz moderne Akzente

Korallen zählen zu den Klassikern unter den Schmuckmaterialien. Besonders eindringlich und einzigartig ist bei rotem Korallenschmuck die intensive und unverwechselbare Farbe. Das Interesse an hochwertigem Korallenschmuck hat in den letzten Jahren wieder deutlich zugenommen. Und das ist kein Wunder. Korallen sind ausdrucksstark, exotisch, ein wenig extravagant oder auch verspielt und immer zeitgemäß. Die bizarr anmutenden Ästchen und Astwerke von vor allem roten Korallenarten wurden schon in der Antike zu Schmuck und glücksbringenden Amuletten verarbeitet. Die Koralle war im alten Ägypten der Isis ebenso heilig wie im antiken Griechenland der Aphrodite und im Römischen Reich der Venus. Korallenschmuck galt als Schutz gegen Blitzschlag, Krankheiten und Misswuchs. Schon im frühen Christentum wurden Rosenkränze aus Korallen gefertigt. Im mediterranen Volksglauben schützten Korallen insbesondere Kinder vor Unglück. Auf vielen alten Darstellungen sieht man das Jesuskind daher auch mit Korallenkette oder einem Korallenanhänger.

Korallen sind wundervolle Kunstwerke der Natur

Korallen sind kleine und wundervolle Kunstwerke der Natur. Es handelt sich bei Korallen um Nesseltiere, die große Kolonien bilden. Es gibt etwa 2.500 Korallenarten. Nur die wenigsten von ihnen sind jedoch für die Herstellung von Schmuck geeignet. Für die Schmuckherstellung sind vor allem die rote Edelkoralle sowie schwarze Korallen und einige Oktokorallen von Interesse.

Deren Verarbeitung zu Schmuck ist schon aus der Frühzeit der Menschheit nachgewiesen. Natürlich gab es von Seiten des Umweltschutzes auch schon Kritik an der Verarbeitung von Korallen zu Schmuck, denn immer wieder hören wir auch vom Absterben der Korallenriffe. Doch wie gesagt, nur die wenigsten Arten von Koralle sind für Schmuck überhaupt geeignet und für Schmuckkorallen gelten inzwischen feste Quoten für die Entnahme. Die Korallen für Schmuck gedeihen überwiegend in den warmen pazifischen Meeren. Edelkorallen sind inzwischen auch ganz zu Recht sehr hochpreisig. Eine günstigere Alternative sind Wurzel- und Schaumkorallen, die weit verbreitet sind. Sie werden farblich veredelt und sind mit dem bloßen Auge kaum von „echten“ Korallen zu unterscheiden.

Korallen: ein Klassiker setzt ganz moderne Akzente

Antiker Korallenschmuck ist ein wahrer Schatz

Glücklich kann sich schätzen, wer antiken Korallenschmuck besitzt. Korallenketten und Korallenarmbänder besaß auch so manche Urgroßmutter und es lohnt sich bestimmt, noch mal etwas genauer in alten Schmuckschatullen der Familie nachzuschauen. Alte Korallenschmuckstücke, etwa alte Korallenketten oder Anhänger, haben mit der Zeit sicher nichts an ihrer Schönheit eingebüßt. Antikschmuck ist meist hochwertig verarbeitet und mit etwas Glück findet man ein solch wertvolles Stück auch im Antikhandel oder sogar auf einem besseren Antik- und Handwerkermarkt. Moderner und antiker Korallenschmuck kann ganz unterschiedlich aussehen. Es gibt beispielsweise Ketten, bei denen die Verzweigungen der Korallen naturbelassen sind. Daneben sieht man Korallenketten- und Armbänder, bei denen die Korallen zu gleichmäßig oder ungleichmäßig großen Perlen geschliffen wurden. Solche Schmuckstücke können aus einer oder mehreren Reihen bestehen. Echte Korallen sind Edelsteine und entsprechend erhaben werden sie zuweilen verarbeitet, beispielsweise als Solitäre an einem Ring oder an Ohrringen. Auch eine Korallenbrosche kann ein echter Blickfang sein, vor allem dann, wenn Frau sie zu einem schlichten Kleid oder einem dunklen Wollkostüm trägt.

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